Museen und Galerien
Ashtown Castle Visitor Centre Eine Überraschung
ist dieses befestigte Haus schon, denn man rechnet nicht unbedingt
damit, so etwas im Phoenix Park zu finden. Das Castle ist teilrestauriert
und zu besichtigen, gleich nebenan findet man das Visitor Centre
für den gesamten Phoenix Park. Die Geschichte des Parks wird
unter anderem mit lebensgrossen Dioramen erklärt. Die Öffnungszeiten
sind von Mitte März bis Oktober täglich ab 09:30 bis
mindestens 17:00 Uhr, im Winter nur Samstag und Sonntag von 09:30
bis 16:30 Uhr. Webseite: www.heritageireland.ie
Bank of Ireland (Parliament House) Schräg
gegenüber des Trinity College, am College Green, befindet
sich der imposante Bau der Bank of Ireland, früher das Parliament
House, erbaut zwischen 1729 und 1739 nach Plänen von Sir
Edward Lovatt Pearce. Wesentliche Erweiterungen wurden zwischen
1784 und 1794 vorgenommen, im Jahre 1804 ging das Gebäude
nach der Act of Union (1800) jedoch an die Banker. Teile des Gebäudes
sind an Wochentagen zwischen 10:00 und 16:00 Uhr (Donnerstags
bis 17:00 Uhr) für die Öffentlichkeit zugänglich.
Man beachte auch die kleinen Kanonen im Innenhof, frühere
Sicherheitsmassnahmen!
Website: www.bankofireland.ie/html/gws/about_us/arts_centre/tours.html
The Bram Stoker Dracula Experience Eine relativ
neue Attraktion in Dublin ist dieses Multimedia-Spektakel an der
Clontarf Road, Dublin 3, heimisch im „West Wood Club“
Sportkomplex als Anhängsel der „Bar Code“. Geöffnet
Freitags, Samstags und Sonntags von 12:00 bis 22:00 Uhr, bringt
die Einrichtung dem Besucher eben Bram Stoker’s „Dracula“
nahe ... „the most influential novel of all time“,
wie der Prospekt behauptet. Auch wenn dieser Sohn Clontarfs (Stoker,
nicht der Graf!) sicherlich eine Ehrung verdient, so schwanken
die Meinungen über die Ausstellung stark. Webseite: www.thebramstokerdraculaexperience.com
Bray Courthouse (Heritage Museum) Dieses 1841 von
William Murray entworfene und gebaute Gerichtsgebäude ist
täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr für Besucher geöffnet.
Genau zwischen Quisborough Road und Seapoint Road an der Main
Street gelegen, dient es heute jedoch nicht mehr der Jurisprudenz,
sondern ist das Heimatmuseum und Touristeninformationszentrum
des Badeortes Bray.
Bray Town Hall Unweit des Courthouse findet man
an der Kreuzung von Killarney Road und Vevay Road auch das Rathaus
von Bray, laut Experten ein architektonisches Kleinod. Entworfen
von Edward G. Dawber wurde es 1884 im Auftrag von Lord und Lady
Brabazon als Geschenk an die Bürger von Bray gebaut. Heute
beheimatet das Gebäude das Bray Urban District Council.
Casino Marino Etwa vier Kilometer vom Stadtzentrum
entfernt und über die Malahide Road erreichbar, ist das Casino
das schönste klassizistische Gebäude aus dem 18. Jahrhundert
in ganz Irland. Erst auf den zweiten Blick fällt auf, dass
es eigentlich viel zu aufwendig im Verhältnis zu seiner Grösse
gebaut wurde! Das Casino ist nur im Rahmen einer Führung
zu besichtigen von Februar bis April sowie im November
von 12:00 bis 16:00 Uhr Mittwochs und Sonntags, im Mai und Oktober
täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr und von Juni bis September
täglich von 09:30 bis 18:30 Uhr. Webseite: www.heritageireland.ie/en/HistoricSites/
DublinArea/CasinoMarinoDublin/
Chester Beatty Library In den Gärten des Dublin
Castle gelegen, ist die 1968 der Öffentlichkeit vermachte
Sammlung des Sir Alfred Chester Beatty ein Anziehungspunkt für
Liebhaber von frühen Büchern, Manuskripten und anderen
Zeugnissen, hauptsächlich aus der Frühchristlichen Periode,
aus dem Islamischen Bereich und Ostasien. Die Betonung liegt auf
Darstellung der Kultur und Religion der Länder, die Bandbreite
der Thematik und der ausgestellten Objekte macht die Sammlung
aufregend bunt. Geöffnet Montags bis Freitags von 10:00 bis
17:00 Uhr (im Sommer, von Oktober bis April ist der Montag Ruhetag!),
Samstags zwischen 11:00 und 17:00 Uhr und Sonntags von 13:00 bis
17:00 Uhr. Webseite: www.cbl.ie
Christ Church Cathedral Der Haupteingang der Kathedrale
liegt am Christchurch Place am Ende der Lord Edward Street, das
erste Gotteshaus wurde hier um 1030 von Dublins Wikingerkönig
Sigtryggr Seidenbart errichtet. Die heutige Kirche geht jedoch
auf Strongbow zurück, der anglo-normannische Abenteurer errichtete
sie 1173 und ist hier auch begraben. Ein weiteres „Heiligtum
des Unionismus“ ist eine vergoldete Schale, die „King
Billy“ zur Feier seines Sieges am Boyne stiftete. Etwas
makabrer ist das Reliquar des St. Laurence O‘Toole in passender
Herzform, schliesslich soll es eben das Herz von Dublins Schutzheiligem
enthalten. Von der alten Bausubstanz jedoch ist wiederum wenig
zu sehen, denn Dank vieler Renovierungen und Umbauten steht man
eher vor einer Kirche des 19. Jahrhunderts. Lediglich die mittelalterliche
Krypta ist in vollem Glanz erhalten und erstreckt sich über
die gesamte Kirchenfläche! Christ Church Cathedral ist täglich
zwischen 10:00 und 17:00 Uhr geöffnet, der Besucher muss
jedoch Rücksicht auf die Gottesdienste nehmen. Webseite: www.cccdub.ie
Custom House Imposant am Custom House Quay gelegen
und eigentlich nur von der Südseite des Liffey aus richtig
zu bewundern, war das alte Zollgebäude schon immer Fokus
des Dubliner Hafens. Errichtet zwischen 1781 und 1791 nach Plänen
von James Gandon ist es eines der imposantesten Regierungsgebäude
überhaupt. Das fand auch die IRA im Bürgerkrieg und
vernichtete den gesamten Innenbau durch gezielte Brandstiftung.
Erst vor wenigen Jahren ist das Custom House wieder zu alter Pracht
restauriert worden und trotzt selbst der nicht gerade kongenialen
Umgebung ... Webseite: www.environ.ie/DOEI/DOEIPol.nsf/wvNavView/wwdHistory?OpenDocument&Lang=en
City Hall Ursprünglich als Royal Exchange
von Thomas Cooley entworfen, wurde das Gebäude zwischen 1769
und 1779 errichtet. Heute ist hier die Stadtverwaltung von Dublin
untergebracht, vor allem die bis in das 12. Jahrhundert zurückreichenden
Archive, die Stadtinsignien Zepter und Schwert und, neben 101
weiteren Königlichen Erlässen, auch der Erlass von 1171,
mit dem Henry II ganz Dublin an die Bürger von Bristol verschenkte.
Die City Hall ist von der Lord Edward Street am besten zu bewundern.
Webseite: www.dublincity.ie/cityhall/home.htm
Dublin City Gallery The Hugh Lane In der ehemaligen
Residenz des Lord Charlemont untergebracht (Charlemont House,
Parnell Square), ging die Sammlung aus der Hinterlassenschaft
des Kunstsammlers Sir Hugh Lane hervor. Nachdem Lane bei der Versenkung
der Lusitania starb, ging sein Nachlass an die National Gallery
in London, sollte aber in Dublin ausgestellt werden. Diese Bedingung
war allerdings nicht rechtskräftig, so dass sich nach langem
Hin und Her die betreffenden Museen 1959 dahingehend einigten,
dass die Sammlung geteilt und alle fünf Jahre komplett zwischen
London und Dublin ausgetauscht wird! Das Schwergewicht der Sammlung
liegt auf der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, interessante
Nebenausstellungen zeigen unter anderem Francis Bacon’s
komplettes Studio ein Pilgerort für alle diejenigen,
die Genie und Ordnung nur schwer miteinander verbinden können.
Die Sammlung ist Montags nicht zugänglich, aber Dienstags
bis Donnerstags von 09:30 bis 18:00 Uhr (in den Sommermonaten
Donnerstags bis 20:00 Uhr), Freitags und Samstags von 09:30 bis
17:00 Uhr und Sonntags von 11:00 bis 17:00 Uhr. Mittwochs um 13:00
Uhr finden Vorlesungen statt, einmal monatlich gibt es Workshops
speziell für Kinder, Dienstags um 11:00 Uhr und Sonntags
um 13:30 Uhr kann man an geführten Besichtigungen teilnehmen.
Webseite: www.hughlane.ie
Dublin Civic Museum In der South William Street
in den ehemaligen Räumen der Stadtversammlung untergebracht,
beschäftigt sich dieses 1953 eröffnete Museum mit der
Geschichte der Stadt Dublin. Kritiker halten die Ausstellung teilweise
für wenig gelungen, aber man findet dennoch reichlich Dokumente
und Artifakte. Besonders zu beachten ist der Kopf Nelsons ...
Montags geschlossen, ist das Museum an Werktagen von 10:00 bis
17:30 Uhr, an Samstagen nur bis 17:00 und an Sonntagen lediglich
zwischen 11:00 und 14:00 Uhr geöffnet. Webseite: www.dublincity.ie/services/library/cm2.htm
Dublinia „Step inside the medieval city“,
diese Einladung zum Eintauchen in das Dublin des Mittelalters
fasst die multimediale Attraktion „Dublinia“ zusammen,
direkt neben der Christ Church Cathedral in der ehemaligen Synodenhalle
der Church of Ireland gelegen. Man spaziert tatsächlich durch
rekonstruierte Altstadtgassen, kann Kaufmannshäuser und sogar
ein Schiff am nachgebauten Wood Quay betreten und lernt gleichzeitig
viel über Archäologie. Dabei begegnet man Strongbow,
Silken Thomas, einem mittelalterlichen Jahrmarkt, Pestopfern ...
mit lebensgrossen Installation wird einem die Welt vor mehr als
500 Jahren anschaulich nahegeführt, wobei viel Wert auf historische
Genauigkeit gelegt wurde. Öffnungszeiten sind in der Saison,
also von April bis September, täglich 10:00 bis 17:00 Uhr,
ausserhalb der Saison von Montag bis Samstag 11:00 bis 16:00 Uhr,
am Sonntag (ganz entgegen sonstigen Gepflogenheiten!) sogar von
10:00 bis 16:30 Uhr. Webseite: www.dublinia.ie
Dublin’s Viking Adventure In der Essex Street West findet man eine „Dublinia“ sehr ähnliche Ausstellung, die sich allerdings historisch davor einordnet: Mit Hilfe eines Schiffes erreicht man auf stürmischer See den Wood Quay und kann dann in einem Wikingerdorf spazieren gehen. Neben der multimedialen Show findet man auch archäologische Ausstellungen. Am Abend wird auch ein Wikingerbankett angeboten, komplett mit Gesang. Die Öffnungszeiten erfragt man am besten unter 01-6796040.
Dunsink Observatory In der Dunsink Lane nahe Castleknock
gelegen, ist die Sternwarte Dunsink etwas abseits des üblichen
Touristenpfades, die meisten Menschen nehmen Sie von der N3 aus
wahr. Gegründet im Jahre 1783 und ursprünglich zum Trinity
College gehörig, ist dies eine der ältesten Sternwarten
der Welt. Heute gehört die Einrichtung zum Dublin Institute
for Advanced Studies und wird vor allem akademisch genutzt. Die
Öffentlichkeit kann sich jeden ersten und dritten Samstag
im Monat zwischen 20:00 und 22:00 Uhr einfinden, allerdings nur
von September bis März und auch nur nach vorheriger schriftlicher
Bewerbung! Damit dürfte ein Besuch des Dunsink Observatory
für den normalen Dublin-Besucher kurz hinter der Möglichkeit
rangieren, am Dublin Marathon teilzunehmen! Webseite: www.dunsink.dias.ie
Four Courts Die „Vier Gerichtshöfe“
am Inns Quay wurden von James Gandon entworfen und zwischen 1785
und 1802 erbaut, auf den ersten Blick verwechselt man sie Dank
der grossen Kuppel gerne mit einer Kirche. Das Gebäude gilt
als einer der besten Entwürfe von Gandon, der ja auch das
Custom House ersann. Das hielt jedoch weder Briten noch Iren davon
ab, die Four Courts während der Unabhängigkeitskämpfe
in die Kampfhandlungen einzubeziehen und durch Feuer zu zerstören.
Die heutige Gestalt erhielt das Gericht durch seine 1932 abgeschlossene
Restaurierung. Am besten vom Südufer des Liffey zu bewundern,
enthält der Gebäudekomplex heute wieder Gerichte und
die Justizbibliothek. Webseite: www.courts.ie
Fry Model Railway Mueum Dieses im Garten des Malahide
Castle gelegene spezialisierte Museum wurde 1920 vom Eisenbahntechniker
Cyril Fry begonnen und zeigt vor allem massstabsgetreue Modell
irischer Eisenbahnen auf Schienen der 0-Spur, statisch und „in
action“. Auch Dublins Landschaft und einige wichtige Gebäude
wurden im Modell nachgebildet. Neben den Technik- und Eisenbahnfans
kommen hier Kinder jeden Alters zum Zuge ... jedenfalls von April
bis Oktober zwischen 10:00 und 17:00 Uhr, Sonntags von 14:00 bis
18:00 Uhr. Webseite: www.fingalcoco.ie/services/parks/Malahide/Index.htm
Genealogical Office and Heraldic Museum Dieses
Museum ist eigentlich eine staatliche Behörde, nämlich
die des Wappenherolds von Irland, und mit Gründungsdatum
1552 die älteste noch arbeitende Behörde im Lande überhaupt.
In 2 Kildare Street, Dublin 2, findet man eine bunte und faszinierende
Ausstellung zum Thema Heraldik komplett mit Wappen, Bannern und
Paraphernalien. Gleichzeitig kann man die Behörde bei der
Mithilfe auf der Suche nach den „irish roots“ bitten,
was den erheblichen Anteil von nordamerikanischen Besuchern erklärt.
Behördengemäss die Öffnungszeiten: Montags bis
Feitags 10:00 bis 16:30 Uhr, Mittagspause von 12:30 bis 14:00
Uhr ! Sollten Sie nur vorbeischlendern, beachten Sie bitte die
kuriosen Steinschnitzereien! Webseite: www.nli.ie/h_muse.htm
General Post Office Imposant in der Mitte der O’Connell
Street gelegen, ist das GPO eine Art Schrein des irischen Unabhängigkeitskampfes
mit der massiven Statue des Helden Cuchullain (geschaffen von
Oliver Sheppard) und zahlreichen historisierenden Gemälden
im Innenraum. Daneben dient es immer noch als Hauptpostamt der
Metropole, Briefmarkensammler finden in einem Seitenflügel
auch das Irish Philatelic Bureau. Berühmt geworden durch
die Proklamation der Irischen Republik im Jahre 1916, behaupten
Spötter gerne, es sei einmal das grösste Gebäude
der Welt gewesen wenn man die Menschen zusammenzählt,
die angeblich während des Osteraufstandes dort gekämpft
haben wollen! Das von Francis Johnston entworfene und zwischen
1814 und 1818 erbaute GPO wurde nach der Zerstörung renoviert
und steht seit 1929 im alten Glanz, aber mit noch sichtbaren Beschussschäden
da. Webseite: www.anpost.ie
Government Buildings Die irischen Regierungsgebäude
in der Upper Merrion Street können jeden Samstag zwischen
10:30 und 12:30 Uhr und wieder von 13:30 bis 15:30 Uhr im Rahmen
von Führungen besichtigt werden, Karten dazu gibt es in der
benachbarten National Gallery. Ursprünglich wurden die Räume
1911 als Royal College of Science geöffnet, seit 1922 allerdings
sitzt die Regierung zumindest teilweise in den Gebäuden.
1989 räumte die Wissenschaft der Politik ganz das Feld, worauf
die Gebäude aufwendig instandgesetzt und gesandstrahlt wurden
man wollte neben der weissen Westen eben auch ein weisses
Regierungsgebäude. Webseite: www.taoiseach.gov.ie/department/
tour.asp?lang=ENG&loc=20
Howth Castle und Howth Transport Museum Täglich
von 08:00 Uhr bis Sonnenuntergang kann man die Aussenanlagen dieser
aus dem 14. Jahrhundert stammenden, aber von Sir Edward Lutyens
massiv umgebauten Burganlage besichtigen. Die verwilderten Rhododendren
in den Gärten und die alten Steingemäuer machen einen
fast märchenhaften Eindruck, Dornröschen mit Blick über
die Dublin Bay sozusagen! In den alten Stallanlagen untergebracht
ist das Howth Transport Museum,, das Samstags, Sonntags und an
Feiertagen sein Tore zwischen 14:00 und 17:00 Uhr öffnet.
Eng gepackt kann man alle möglichen (und unmöglichen)
Fahrzeuge bewundern, darunter ein Krankenwagen mit Guinness-Beschriftung,
ein von der irischen Armee in Eigenarbeit aus einem Unimog gebauter
Panzerwagen und eine wunderschön restaurierte Doppeldecker-Strassenbahn!
Leider ist es wegen der sehr engen Verhältnisse kaum möglich,
von einem „Museum“ zu sprechen, „Lagerhalle“
wäre der bessere Begriff.
James Joyce Cultural Centre Besucht man das Centre
in der 35 North Great George’s Street, findet man ab 09:30
Uhr (Sonntags ab 12:30 Uhr) und bis 17:00 Uhr erstmal ein typisches
Dubliner Stadthaus von 1784 vor, das schon wegen seiner reichen
Stuck-Verzierungen der Innenräume sehenswert sein dürfte.
In der eigentlichen Ausstellung begegnet man dann etwa einem halben
Hundert Biographien von real existierenden Freunden und Bekannten
Joyces, die als Charaktere in „Ulysses“ auftauchen.
Darunter befindet sich auch Professor Maginni, der Tanzschulenbetreiber
... der eben in diesem Gebäude wirkte. Das Centre ist ein
Muss für Joyce-Fans und Stuck-Liebhaber, aber auch nur für
solche! Webseite: www.jamesjoyce.ie
James Joyce Tower Ein Ziel für sonnige, zumindest
nicht regnerische, Tage ... oder für Joyce-Fans zu jeder
Zeit! Der in Sandycove gelegene ;Martello Tower gehört zu
einer Reihe von Küstenbefestigungen, die 1804 zwischen Dublin
und Bray zur Abwehr einer napoleonischen Invasion erstellt wurde.
1904 verbrachte Joyce hier eine Woche als Gast Grund genug
für ihn, die Odyssee Blooms hier beginnen zu lassen. Heute
findet man den Meister selbst hier nicht, aber in einer bunten
Ausstellung eile seiner Hinterlassenschaft, inklusive Gitarre
und Spazierstock. Unterhalb des Turmes kann man noch das „Forty
Foot“ bewundern, einstmals eine männlichen Nudisten
vorbehaltene Badeanstalt, heute für alle zugänglich.
Der Turm selbst öffnet von April bis Oktober um 10:00 Uhr
(Sonntags 12:00 Uhr) und schliesst um 17:00 Uhr (Sonntags 18:00
Uhr). Eine zivilisierte Mittagspause legen die Beschäftigten
werktags zwischen 13:00 und 14:00 Uhr ein!
Leinster House Dieses stattliche Herrenhaus nach
Plänen von Richard Cassels wurde ab 1745 erbaut und ist ein
architektonischen Kleinod. Ursprünglich als Residenz des
Duke of Leinster errichtet, ging das Haus 1815 in den Besitz der
Royal Dublin Society über. Diese verkaufte Leinster House
1922 an den Irischen Freistaat, der es als Parlamentsgebäude
nutzen wollte. Diese Funktion erfüllt das Gebäude auch
heute noch, hier treten der Dail (Abgeordnetenhaus) und der Seanad
(Senat) zusammen. Webseite: www.irlgov.ie/oireachtas/tour/kildare.htm
Malahide Castle Das inmitten von etwa 100 Hektar
Gärten gelegene Schloss Malahide wurde im 14. Jahrhundert
durchaus konventionell begonnen und später durch runde Türme
ergänzt, was ihm heute das Flair eines typischen Märchenschlosses
verleiht. Man kann an Führungen durch die Empfangshalle und
einige Privatgemächer teilnehmen, vor allem die Möbel
aus dem 18. Jahrhundert und zahlreiche Portraitgemälde machen
dies zu einem recht anschaulichen Kurztrip in die Vergangenheit.
Geöffnet ab 10:00 Uhr, Sonntags ab 11:00 Uhr, geschlossen
wird um 17:00 Uhr. Webseite: www.fingalcoco.ie/services/parks/Malahide/Index.htm
Mansion House In der Dawson Street gelegen und mit einem grossen Vorplatz versehen, wurde das Mansion House 1705 im „Queen Anne Stil“ erbaut und ist seit 1715 die Residenz des Lord Mayors von Dublin. Ursprünglich in Backstein erstellt, wurde es 1821 für einen Empfang zu Ehren George IV. ausgebaut und während der viktorianischen Epoche stark optisch verändert. Hier wurde auch republikanische Geschichte gemacht 1919 verfasste man die Unabhängigkeitserklärung in den Räumen, 1921 wurde der Waffenstillstand zwischen irischen und britischen Truppen im Mansion House unterzeichnet.
Marsh’s Library Hinter der St. Patrick’s
Cathedral in der St. Patrick’s Close etwas versteckt kann
man Irlands älteste öffentliche Bibliothek finden. Gegründet
wurde diese ehrenwerte Einrichtung 1701 durch Erzbischof Narcissus
Marsh (dem Namen nach zu urteilen wohl nicht ganz uneigennützig),
die Sammlung umfasst vor allem theologische, medizinische und
frühe historische werke. Daneben findet man die Klassiker
der hebräischen, syrischen, griechischen, französischen
und lateinischen Literatur zum Teil noch in den reich geschnitzten
Buchschränken. Kurios: um Diebstähle zu verhindern,
wurden die Leser in Käfige eingeschlossen! An Dienstagen,
Sonn- und Feiertagen ist die Bibliothek geschlossen, an Samstagen
zwischen 10:30 und 12:45 Uhr und an allen anderen Tagen zwischen
10:00 und 12:45 Uhr und wieder von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Webseite: www.marshlibrary.ie
National Library Die 1877 gegründete Nationalbibliothek
besitzt die grösste öffentliche Büchersammlung
Irlands mit mehr als einer halben Million Bücher, dazu Drucke,
Karten und Manuskripte, ergänzt durch eine einmalige Sammlung
von Zeitungen. Hier kann man Recherche betreiben, wie es das Herz
begehrt! Geöffnet ist von 10:00 Uhr (Montags, Donnerstags,
Freitags und Samstags) beziehungsweise 14:00 Uhr (Dienstags und
Mittwochs) bis 21:00 Uhr (Montags bis Mittwochs) oder 17:00 Uhr
(Donnerstags und Freitags) oder auch 13:00 Uhr (Samstags). Webseite: www.nli.ie
National Maritime Museum Das in Dun Laoghaire beheimatete
Schiffahrtsmuseum ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.
Webseite: www.dun-laoghaire.com/dir/maritime.html
National Print Museum Ein Museum nur zum Thema
„Druck“ findet man relativ selten, in der ehemaligen
Garnisonskapelle in Beggars Bush, Dublin 4, kann man jedoch die
Geschichte des irischen Druckerhandwerks anschaulich mitverfolgen.
Die meisten Maschinen und Geräte sind funktionsfähig!
Von Mai bis September ist das Museum Montags bis Freitags von
10:00 bis 12:30 Uhr und wieder von 14:30 bis 17:00 Uhr geöffnet,
ganzjährig dazu an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen zwischen
14:30 und 17:00 Uhr. Webseite: www.iol.ie/~npmuseum/
„Number Twenty Nine“ Dieses 1794 für
die Witwe eines Wein- und Papierhändlers erbaute Stadthaus
in der 29 Fitzwilliam Street Lower ist der beste Einblick in das
tägliche Leben des georgianischen Bürgertums. Komplett
restauriert und mit zeitgenössischen Möbeln und Paraphernalien
ausgestattet, lässt das Museum eine Art Zeitreise zu ...
jedenfalls von Dienstags bis Samstags zwischen 10:00 und 17:00
Uhr und Sonntags ab 14:00 Uhr. Webseite: www.esb.ie/main/about_esb/house29.jsp
Old Jameson Destillery „Im Herzen des Alten
Dublin“, genauer gesagt im Smithfield Village (Bow Street,
Dublin 7), findet man die ehemalige Whiskey-Destillerie der Jameson-Marke.
Die Tour durch die Ausstellung erweckt fast den Eindruck einer
noch arbeitetnden Anlage, es ist jedoch alles Staffage
dennoch eine faszinierende Art Anschuungsunterricht für all
diejenigen, die nicht nach Bushmills pilgern wollen. Touren beginnen
täglich zwischen 09:30 und 17:30 Uhr in regelmässigen
Abständen, am Ende der „Anstrengung“ erwartet
den erwachsenen Besucher ein Schluck echter Jameson. Webseite: www.irish-whiskey-trail.com/corner/corner.htm
Royal College of Surgeons Durchaus imposant und
beherrschend liegt diese medizinische Hochschule am 123 St. Stephen’s
Green. Wenige der etwa tausend Studenten haben allerdings ein
Auge für die klassizistische Bauweise und die zur Eröffnung
1810 geschaffenen Statuen der Hygeia (Göttin der Gesundheite),
des Äsculap (Gott der Medizin) und der Athene (Göttin
der Weisheit). 1916 wurde das College von Rebellen der Irish Citizen
Army besetzt, auch die Gräfin Markievicz gehörte dazu,
und als letztes Gebäude geräumt. Zwischen Oktober und
Mai kann man jeden Sonntag um 14:00 Uhr an einer Führung
durch das Gebäude teilnehmen. Webseite: www.rcsi.ie
Royal Hospital und Irish Museum of Modern Art Das
an der Military Road in Kilmainham gelegene Royal Hospital gilt
als das architektonisch bedeutendste Relikt aus dem 17. Jahrhundert
und wurde vor wenigen Jahren aufwendig restauriert. Heute ergibt
sich durch die Unterbringung des Museums der Modernen Kunst im
ehemaligen Spital eine Fusion aus Vergangenheit und Moderne. Das
Museum ist Montags geschlossen, An den anderen Tagen kann man
es zwischen 10:00 Uhr (Sonntags 12:00 Uhr) und 17:30 Uhr besichtigen.
Webseite: www.modernart.ie
St. Audoen’s Church Unweit der Kathedralen
Christ Church und St. Patrick’s gelegen, wird die in der
High Street angesiedelte St. Audoen’s Church gerne von Touristen
übersehen. Sie macht ja eigentlich auch nicht viel her ...
ist aus dem Mittelalter und Dublins älteste Gemeindekirche!
Der Turm ist mit drei der ältesten Glocken Dublins versehen,
sie stammen aus dem Jahr 1423. Das Taufbecken ist sogar noch älter
und soll 1124 hergestellt worden sein. Gleich nebenan findet man
St. Audoen’s Arch, das einzig erhaltene Stadttor von Dublin.
In alten Zeiten trennte es die Stadt vom Strand des Liffey. Webseite: www.staudoens.dublindiocese.ie
Waterways Visitor Centre Direkt am Grand Canal
Quay, Dublin 2, zwischen den Grand Canal Docks und der McMahon
Bridge sozusagen mitten im Geschehen platziert, kann man in diesem
Museum die Geschichte der irischen Kanäle und Wasserwege
erforschen. Neben einer audio-visuellen Show sind es vor allem
die funktionsfähigen Modelle, die den Technikinteressierten
fesseln. Geöffnet ist das Zentrum von Juni bis September
täglich zwischen 09:30 und 18:30 Uhr, in den anderen Monaten
von Mittwoch bis Sonntag zwischen 12:30 und 17:00 Uhr.
Writer’s Museum An der Nordseite des Parnell
Square gelegen, umfasst das Museum zwei restaurierte Häuser
aus der georgianischen Epoche ... typische Dubliner Stadthäuser
eben. Ausgestellt werden Gemälde, Photos, Manuskripte und allerlei
kleinere Ausstellungsstücke zum Thema „Irische Schriftsteller“,
wobei das Hauptgewicht vor 1950 liegt. Ein interessanter Ort für
Literaturfreunde, für den breiten Publikumsgeschmack jedoch
etwas zu elitär. Geöffnet ist Montags bis Samstags von
10:00 bis 17:00 Uhr (im Juni, Juli und August an Werktagen sogar
bis 19:00 Uhr), an Sonn- und Feiertagen zwischen 14:00 und
18:00 Uhr.
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