Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Einreise nach Irland denkbar einfach: Du brauchst kein Visum, ein gültiger Ausweis genügt. Trotzdem lohnt ein Blick auf ein paar Besonderheiten – denn Irland gehört zwar zur EU, ist aber nicht Teil des Schengen-Raums.
Brauche ich ein Visum für Irland?
Als Staatsangehörige eines EU- oder EWR-Landes sowie der Schweiz benötigst du für Irland kein Visum. Du genießt volle Freizügigkeit und darfst dich zeitlich unbegrenzt im Land aufhalten – ob für einen Städtetrip, einen längeren Urlaub oder zum Arbeiten.
Anders sieht es für Reisende aus visumpflichtigen Drittstaaten aus: Sie benötigen vor der Einreise ein irisches Visum, das separat vom Schengen- oder UK-Visum beantragt werden muss.
Welche Dokumente brauche ich?
Für die Einreise als EU-Bürger genügt eines dieser Dokumente:
- Gültiger Personalausweis oder
- Gültiger Reisepass
Das Dokument muss für die Dauer deines Aufenthalts gültig sein – eine darüber hinausgehende Restgültigkeit (wie bei vielen Fernreisen) ist für EU-Bürger nicht vorgeschrieben. Ein Reisepass ist nur dann nötig, wenn du im selben Trip in ein Nicht-EU-Land weiterreist, das den Personalausweis nicht akzeptiert.
Für Kinder gilt: Auch Kinder und Babys brauchen ein eigenes Reisedokument (Kinderreisepass oder Personalausweis). Ein Eintrag im Ausweis der Eltern ist seit Jahren nicht mehr zulässig.
Irland ist nicht im Schengen-Raum
Irland gehört zur Europäischen Union, ist aber kein Mitglied des Schengen-Raums. Das bedeutet: Bei der Einreise – etwa am Flughafen Dublin – kann deine Identität kontrolliert werden, auch wenn du aus einem anderen EU-Land kommst. Halte deinen Ausweis also griffbereit, anders als bei Flügen innerhalb des Schengen-Raums.
Die geplante EU-Reisegenehmigung ETIAS betrifft ausschließlich die Schengen-Staaten und gilt nicht für Irland. Du musst dafür also nichts beantragen.
Reise nach Nordirland
Irland und das Vereinigte Königreich bilden seit langem die Common Travel Area (CTA). Auf der irischen Insel gibt es deshalb keine festen Grenzkontrollen zwischen der Republik Irland und Nordirland – ein Tagesausflug etwa nach Belfast ist ohne Halt an der Grenze möglich.
Reist du jedoch direkt per Flug oder Fähre ins Vereinigte Königreich ein (einschließlich Nordirland), benötigst du als deutscher Staatsbürger seit 2025 eine elektronische Reisegenehmigung, die UK ETA. Plane einen Abstecher nach Nordirland, informiere dich vorab über die aktuell geltenden Regeln, da sich die Bestimmungen seit dem Brexit mehrfach geändert haben.
Zoll und Mitnahme von Waren
Innerhalb der EU gibt es für Reisende keine Zollkontrollen und keine Mengenbeschränkungen für Waren zum persönlichen Gebrauch. Da Irland im EU-Binnenmarkt liegt, kannst du Souvenirs, Lebensmittel oder eine Flasche Whiskey ohne Zollformalitäten mit nach Hause nehmen.
Achtung beim Umweg über Großbritannien: Seit dem Brexit ist das UK ein Drittland. Für Waren, die du von dort einführst, gelten wieder Freimengen und Zollgrenzen.
Gesundheit und Versicherung
Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) auf der Rückseite deiner Versichertenkarte erhältst du in Irland Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung. Eine zusätzliche Auslandsreise-Krankenversicherung mit Rücktransport ist dennoch empfehlenswert. Mehr dazu auf unserer Seite zu Sicherheit und Notfallnummern.
Mit Haustier nach Irland
Hunde, Katzen und Frettchen reisen mit dem EU-Heimtierausweis ein. Voraussetzung sind ein Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung. Für Hunde ist zusätzlich eine tierärztliche Bandwurmbehandlung vorgeschrieben, die 1 bis 5 Tage vor der Ankunft erfolgen und im Heimtierausweis dokumentiert sein muss.
