Hugh Lane Gallery
Stadtgalerie am Parnell Square
Übersicht
Dublins Museen und Bibliotheken im Überblick – vom Book of Kells über National Gallery, Chester Beatty und IMMA bis Kilmainham Gaol. Mit Preisen, kostenlosen Häusern und den Schließungen 2026.
Stadtgalerie am Parnell Square
Joyce-Museum & Ausgangspunkt der Ulysses-Touren
Literaturmuseum am St. Stephen's Green
Kunstmuseum am Merrion Square
Druckmuseum in einer alten Garnisonskapelle
Barockbau mit Kunstmuseum & Formal Garden
Wachsfiguren an der Westmoreland Street
Keine Treffer gefunden.
Dublins Museumslandschaft ist erstaunlich dicht und für den Geldbeutel überraschend freundlich. Viele der wichtigsten Häuser kosten keinen Eintritt, weil sie als staatliche Nationalmuseen geführt werden – und fast alle liegen im gut zu Fuß begehbaren Zentrum oder eine kurze Busfahrt entfernt. Andere Highlights wie das Book of Kells oder Kilmainham Gaol sind zwar kostenpflichtig, gehören aber zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Dieser Überblick sortiert die wichtigsten Museen, Galerien und Bibliotheken nach Themen und nennt jeweils Preise, Öffnungszeiten und die praktischen Dinge, die du vor dem Besuch wissen solltest. Drei aktuelle Hinweise vorweg, die viele ältere Reiseführer noch nicht enthalten und die deine Planung 2026 beeinflussen – das Natural History Museum und die Hugh Lane Gallery sind wegen Sanierung geschlossen, und die Chester Beatty schließt zur Jahresmitte.
Bevor du planst, lohnt die Grundunterscheidung. Die staatlich getragenen Häuser sind gratis, die kommerziell oder über das OPW betriebenen Attraktionen kosten Eintritt.
Ein eigenes Museums-Kombiticket gibt es nicht, und die gratis zugänglichen Häuser macht auch der Dublin Pass nicht günstiger – der rechnet sich eher für kostenpflichtige Attraktionen wie Guinness Storehouse und EPIC. Kilmainham Gaol ist über Drittanbieter ohnehin nicht buchbar (Tickets nur direkt beim OPW).
Dublins literarisches Erbe spiegelt sich in seinen Bibliotheken – und gleich zwei davon zeigen Handschriften von Weltrang.
Die größte Publikumsattraktion ist die Book of Kells Experience im Trinity College. Der rund 90-minütige Rundgang führt durch die Old Library mit dem berühmten Long Room samt „Gaia”-Installation und endet im Red Pavilion mit digitalen Ausstellungen, darunter „Book of Kells 360”. Geöffnet ist Mo–Fr 9–18 Uhr, Sa 9–18:30 Uhr und So 9:30–18 Uhr. Der Einlass ist zeitgebunden, online vorab zu buchen ist die einzige verlässliche Option. Die Preise sind gestaffelt – die selbstgeführte Experience kostet ab 26 €, die kürzere Variante „Book of Kells & Old Library” ohne digitale Ausstellung ab 19 € (rund 45 Minuten, oft ausverkauft), geführte Touren starten bei 65 €. Ermäßigungen für Senioren und Studierende gibt es, exakte Beträge nennt die offizielle Seite aber nur im Buchungswidget.
Nur wenige Schritte entfernt liegt die kostenlose National Library of Ireland (7–8 Kildare Street). Neben den Reading Rooms und wechselnden Ausstellungen zeigt sie dauerhaft die weltweit größte Sammlung zu W. B. Yeats – mit Manuskripten von „The Lake Isle of Innisfree” und „Easter, 1916”, seiner Nobelpreis-Medaille und persönlichen Artefakten. Geöffnet ist Mo, Do und Fr 9:30–17 Uhr, Di und Mi 9:30–19 Uhr, Sa und So 9:30–17 Uhr; an Feiertags-Montagen 12–17 Uhr.
Im Garten von Dublin Castle, im Clock Tower Building, liegt eines der ungewöhnlichsten Museen der Stadt. Die Chester Beatty sammelt nicht irische, sondern internationale Schätze. Ihre Bestände gliedern sich in eine westliche, eine islamische und eine ostasiatische Sammlung und reichen von 2700 v. Chr. bis in die Gegenwart – mit seltenen Handschriften, Drucken, Miniaturen, Ikonen und Büchern. Der Eintritt ist frei, das Haus bittet um eine Spende von 10 €.
Die regulären Öffnungszeiten sind Di–Sa 9:45–17:30 Uhr (Mi bis 20 Uhr) und So 12–17:30 Uhr; montags ist nur von November bis Februar geschlossen.
Wichtig für 2026 – die Chester Beatty ist vom 15. Juni bis Ende Dezember 2026 wegen der irischen EU-Ratspräsidentschaft für die Öffentlichkeit geschlossen. Wer das Haus sehen möchte, sollte den Besuch also auf die erste Jahreshälfte legen.
Irlands erste Adresse für die Kunstgeschichte ist die National Gallery of Ireland am Merrion Square – Caravaggio, Vermeer, Turner und ein ganzer Saal Jack B. Yeats, der Eintritt in die ständige Sammlung ist frei. Geöffnet ist täglich, donnerstags sogar bis 20:30 Uhr. Wer moderne Kunst sucht, fährt ins IMMA, das Irish Museum of Modern Art, untergebracht im barocken Royal Hospital Kilmainham; auch hier ist der Eintritt frei. Handwerklich wird es im National Print Museum, wo historische Druckmaschinen noch laufen – Eintritt frei, geführte Touren und Workshops kosten extra. Eine umfassendere Übersicht über Dublins Galerienszene findest du im Ratgeber Kunst & Kultur.
Der literarischen Tradition der Stadt widmen sich zwei kostenpflichtige Häuser: das MoLI – Museum of Literature Ireland am St. Stephen’s Green und das James Joyce Centre in einem georgianischen Stadthaus (Erwachsene 7 €, ermäßigt 5 €, Kinder bis 12 frei). Das MoLI kommuniziert offiziell einen Einstiegspreis ab 12 €; Erwachsene zahlen in der Regel 14,50 €, Familien 32 €. Täglich 10–17 Uhr (letzter Einlass 16 Uhr), und an jedem ersten Freitag im Monat öffnet das Haus von 18 bis 21 Uhr kostenlos. Wer tiefer in Dublins literarisches Erbe eintauchen möchte, findet im Ratgeber Schriftsteller in Dublin weitere Anlaufstellen. Eher in die Familien-Ecke gehört das National Wax Museum Plus gegenüber dem Trinity College, ein Wachsfigurenkabinett mit Eintritt ab 17,50 € (ermäßigt 14,50 €, Kinder unter 12 11,50 €, Familienticket ab 56 €).
Irlands jüngere Geschichte lässt sich an wenigen Orten so unmittelbar nachvollziehen wie im Kilmainham Gaol. Das ehemalige Gefängnis liegt an der Inchicore Road, rund 3,5 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, und ist nur per geführter Tour zugänglich. Tickets gibt es ausschließlich vorab online über die offizielle Website bzw. Heritage Ireland – Tickets von Drittanbietern sind ausdrücklich ungültig. Für den Besuch solltest du etwa 90 Minuten einplanen, rund eine Stunde Tour plus Museum.
Die Eintrittspreise sind moderat – Erwachsene 8 €, Senioren 6 €, Studierende 4 €, Familie (2 Erwachsene plus 2–3 Kinder unter 18) 20 €; Kinder unter 12 sind frei, brauchen aber dennoch ein Ticket. Hin kommst du per Dublin Bus, mit der Luas Red Line bis Suir Road oder mit dem Auto – Parken beim benachbarten IMMA, von dort sind es fünf Minuten zu Fuß.
Wer es leichter mag, ist im Little Museum of Dublin am St Stephen’s Green (Nr. 15) richtig. Nach einjähriger Renovierung öffnete es im Juni 2025 wieder. Der Zugang erfolgt über eine knapp halbstündige geführte Tour durch eine Sammlung von über 5.000 Objekten, die Dublinerinnen und Dubliner gespendet haben – ein sehr persönlicher Blick auf die Stadtgeschichte des 20. Jahrhunderts. Erwachsene zahlen 18 €, Senioren und Studierende 16 €, Familien 45 €; gebucht wird über den Online-Ticketshop der offiziellen Seite.
Wer keltische Schätze sucht, geht ins National Museum of Ireland – Archaeology in der Kildare Street, direkt neben der National Library – ebenfalls kostenlos. An den Docklands (Custom House Quay, CHQ Building) erzählt EPIC The Irish Emigration Museum auf 20 Galerien die Geschichte der irischen Diaspora und wurde mehrfach als „Europe’s Leading Tourist Attraction” ausgezeichnet; online kostet das Ticket ab 22 € (Familien ab 39 €, 20 Prozent Rabatt bei Buchung 30 Tage im Voraus), geöffnet ist täglich 10–18:45 Uhr mit letztem Einlass um 17 Uhr. Zum Osteraufstand von 1916 lohnt das GPO Witness History im General Post Office an der O’Connell Street; aktuelle Preise prüfst du dort am besten auf der offiziellen Seite.
Die meisten Häuser liegen erfreulich nah beieinander. National Library, National Museum – Archaeology und National Gallery bilden südöstlich des Zentrums ein kompaktes Dreieck in Fußweg-Nähe zum Trinity College – ideal, um an einem Tag das Book of Kells mit zwei kostenlosen Museen zu verbinden. Die Chester Beatty liegt zentral am Dublin Castle und passt gut dazwischen, solange sie geöffnet hat. Das MoLI und das Little Museum rahmen den St Stephen’s Green ein. EPIC liegt etwas abseits an den Docklands, Kilmainham Gaol mit rund 3,5 Kilometern am weitesten draußen – für das Gefängnis lohnt ein eigener halber Tag, der sich gut mit dem direkt benachbarten IMMA kombinieren lässt.
Drei Programmänderungen, die du für 2026 fest einplanen solltest. Das Natural History Museum an der Merrion Street, von Dublinern liebevoll „Dead Zoo” genannt, ist seit dem 1. September 2024 wegen einer umfassenden Sanierung des Gebäudes von 1856 komplett geschlossen. Ein Wiedereröffnungsdatum gibt es nicht; erwartet werden mehrere Jahre. Als Ersatz zeigt das Dead Zoo Lab in den Collins Barracks (National Museum – Decorative Arts & History) rund 1.300 Objekte aus Entomologie, Geologie, von Säugetieren, Vögeln, Amphibien, Reptilien und Meereslebewesen – ebenfalls gratis.
Die Hugh Lane Gallery am Parnell Square ist seit dem 28. September 2025 wegen der Renovierung ihres 1930er-Galerieflügels geschlossen und bleibt es voraussichtlich mehrere Jahre (frühestens um 2028). Plane sie für deinen Besuch derzeit nicht ein.
Und die Chester Beatty schließt, wie oben erwähnt, ab dem 15. Juni für den Rest des Jahres. Alle drei Häuser tauchen in vielen „Museen bei Regen”-Listen noch als offen auf – verlass dich also nicht blind darauf.
Kostenlos sind die Standorte des National Museum of Ireland (Archaeology in der Kildare Street, Decorative Arts & History in den Collins Barracks samt Dead Zoo Lab), die National Library of Ireland, die National Gallery (Dauersammlung), das IMMA im Royal Hospital Kilmainham und das National Print Museum. Auch die Chester Beatty ist gratis (empfohlene Spende 10 €), schließt aber am 15. Juni 2026 für den Rest des Jahres. Natural History Museum und Hugh Lane Gallery wären im Normalbetrieb ebenfalls frei, sind derzeit jedoch wegen Sanierung zu. Das MoLI öffnet an jedem ersten Freitag im Monat von 18 bis 21 Uhr kostenlos.
Die National Gallery of Ireland ist der Pflichtbesuch – zentral am Merrion Square, mit freiem Eintritt zur Dauersammlung und Werken von Caravaggio, Vermeer, Turner und Jack B. Yeats. Das gilt 2026 umso mehr, weil Hugh Lane Gallery, Natural History Museum und ab Mitte Juni auch die Chester Beatty geschlossen sind. Als zweite Empfehlung lohnt das IMMA im Royal Hospital Kilmainham, ebenfalls gratis und gut mit Kilmainham Gaol kombinierbar.
Für einen Städtetrip relevant sind rund 15 Häuser – die Dubliner Standorte des National Museum of Ireland, zwei große Bibliotheken mit Ausstellungen von Weltrang (Trinity College und National Library), die National Gallery und das IMMA sowie gut ein halbes Dutzend kostenpflichtiger Attraktionen wie EPIC, MoLI, Kilmainham Gaol und das Little Museum. 2026 fallen allerdings drei Häuser aus (Natural History Museum, Hugh Lane Gallery, ab 15. Juni die Chester Beatty).
Das Book of Kells ist Teil der Book of Kells Experience im Trinity College. Der selbstgeführte Rundgang (rund 90 Minuten, inklusive Long Room der Old Library und digitaler Ausstellungen) startet bei 26 €, die kürzere Variante „Book of Kells & Old Library" bei 19 €, geführte Touren bei 65 €. Der Einlass ist zeitgebunden – online vorab buchen, im Sommer sind Slots oft Tage im Voraus weg.
Die kostenlosen Häuser nicht, dort gehst du einfach hinein. Fürs Book of Kells ist die Online-Buchung praktisch Pflicht. Kilmainham Gaol verkauft Tickets ausschließlich vorab online über die eigene Website bzw. Heritage Ireland – Tickets von Drittanbietern sind ungültig. Das Little Museum ist nur per Führung zugänglich (Plätze online sichern), und bei EPIC sparst du 20 Prozent, wenn du 30 Tage im Voraus buchst.
Drei wichtige Häuser. Das Natural History Museum ist seit September 2024 wegen Generalsanierung zu (Ersatz ist das kostenlose Dead Zoo Lab in den Collins Barracks). Die Hugh Lane Gallery ist seit dem 28. September 2025 für mehrere Jahre geschlossen, frühestens bis etwa 2028. Und die Chester Beatty schließt wegen der irischen EU-Ratspräsidentschaft vom 15. Juni bis Ende Dezember 2026.
Für die Museen kaum, denn die wichtigsten Häuser sind ohnehin gratis und Kilmainham Gaol ist gar nicht über Drittanbieter buchbar, sondern nur direkt beim OPW. Der Pass rechnet sich eher für kostenpflichtige Attraktionen wie das Guinness Storehouse und EPIC. Wer mehrere kostenpflichtige Ziele kombiniert, sollte vorab durchrechnen, ob sich der Pass für die eigene Route lohnt.