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Übersicht

Stadtviertel in Dublin

Dublins Viertel im Überblick – vom Brauereiviertel The Liberties über Georgian Dublin, Smithfield & Stoneybatter und die Docklands bis zum Fischerort Howth. Alle frei begehbar.

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Inhalt

Vier Viertel und ein Fischerort

Dublin ist kompakt, und die Liffey teilt die Stadt in eine Nord- und eine Südseite. Unsere Viertel-Porträts stellen vier innerstädtische Quartiere vor, die das Stadtbild jenseits der bekannten Sehenswürdigkeiten prägen – dazu Howth, den Fischerort auf der Halbinsel, als klassischen Ausflug.

Westlich der Altstadt liegen The Liberties, das älteste Viertel der Stadt – früher Weber- und Arbeiterquartier, bis heute das Zentrum der Brau- und Brennereitradition. Hier steht das Guinness Storehouse, Irlands meistbesuchte Attraktion, am östlichen Rand die St. Patrick’s Cathedral mit der benachbarten Marsh’s Library von 1707. Die Straßenmärkte an Meath Street und die Antiquitätenläden der Francis Street zeigen ein Dublin, das in der Innenstadt weitgehend verschwunden ist.

Südöstlich des Trinity College beginnt Georgian Dublin rund um Merrion Square und Fitzwilliam Square – backsteinrote Stadthäuser des 18. Jahrhunderts mit den berühmten bunten Türen. Kaum ein Viertel versammelt so viele Museen auf so wenig Raum: die National Gallery of Ireland mit Vermeer und Caravaggio, das viktorianische Natural History Museum und die National Library, alle kostenlos.

Nördlich der Liffey liegen Smithfield & Stoneybatter, zwei zusammengewachsene Quartiere zwischen den Four Courts und dem Phoenix Park. Am neu gepflasterten Smithfield Square führt die Jameson Distillery Bow St. durch die alten Brennereigebäude, ein paar Schritte weiter birgt St. Michan’s Church ihre berühmte Mumien-Krypta; die viktorianischen Cottage-Straßen Stoneybatters gehören zu den gefragtesten Wohnlagen der Stadt.

Am Liffey-Ostende schließlich zeigen die Docklands Dublins jüngstes Gesicht – Glasarchitektur, Kaipromenaden und die Samuel Beckett Bridge, dazwischen das Custom House von 1791 und das Auswanderermuseum EPIC im alten Zollspeicher CHQ. Wer mehr Zeit hat, hängt die Wanderung über die Great South Wall zum roten Poolbeg Lighthouse an.

Temple Bar, O’Connell Street und das Zentrum

Zwei Gegenden fehlen bewusst in den Porträts, weil wir sie als eigene Sehenswürdigkeiten führen. Temple Bar, das Kopfsteinpflaster-Ausgehviertel am Südufer, ist frei zugänglich und der zentrale Ausgangspunkt zwischen Trinity College und Dublin Castle – der Ruf als überteuerte Partymeile ist nicht unbegründet, doch dazwischen liegen ernstzunehmende Kulturhäuser wie das Irish Film Institute. Nördlich der O’Connell Bridge verläuft die breite O’Connell Street mit dem General Post Office, Schauplatz des Osteraufstands 1916, und dem 120 Meter hohen The Spire. Südlich davon führt die Fußgängerzone Grafton Street zum St. Stephen’s Green, dessen Park ebenfalls gratis ist.

Howth – der Ausflug ans Meer

Howth ist kein innerstädtisches Viertel, sondern der klassische Tagesausflug der Dubliner – mit der DART ab Connolly, Tara Street oder Pearse Station in rund 25 Minuten erreichbar. Der Fischerort auf der Halbinsel nordöstlich der Stadt bietet den Hafen mit Fischhändlern an der Westmole, die Klippenwanderung mit Blick auf den Baily Lighthouse (je nach Variante eineinhalb bis drei Stunden) und die Ruine der St. Mary’s Abbey über dem Hafen. Bis auf die Bahnfahrt kostet das alles nichts; bewährt hat sich, vormittags zu wandern und den Nachmittag Hafen, Howth Castle und Fischrestaurants zu überlassen.

Eintritt und Orientierung

Die Viertel selbst sind durchweg kostenlos – Straßen, Plätze, Märkte und Promenaden haben keinen Eintritt. Geld kostet nur, was man hineingeht: das Guinness Storehouse ab 22 € online, die Jameson-Tour ab 26 €, das EPIC-Museum regulär 22 € (online günstiger). Gratis sind dagegen die großen Nationalmuseen in Georgian Dublin und der St. Stephen’s Green Park. Die sonst kostenlose Chester Beatty Library ist mit dem gesamten Dublin-Castle-Gelände vom 15. Juni bis Ende Dezember 2026 geschlossen.

Zur Orientierung hilft das Postbezirk-System: ungerade Nummern liegen nördlich der Liffey, gerade südlich – Ausnahme ist der Phoenix Park, der trotz Nordlage zu Dublin 8 gehört. Die begehrtesten Lagen sind Dublin 2 (Trinity, Grafton Street) und Dublin 4 (Ballsbridge). Die innerstädtischen Viertel liegen so dicht beieinander, dass sie sich gut zu Fuß verbinden lassen; von Smithfield sind es nur wenige Minuten bis zum Haupteingang des Phoenix Park, und westlich der Liberties wartet mit dem Kilmainham Gaol eines der eindrücklichsten Geschichtsmuseen der Stadt.

Häufige Fragen

Welche Stadtviertel in Dublin sind kostenlos?+

Alle fünf hier porträtierten Viertel sind frei begehbar – Straßen, Plätze, Märkte und Uferpromenaden kosten keinen Eintritt, in Howth gilt das auch für Hafen, Cliff Walk und die Ruine der St. Mary's Abbey (es fällt nur die DART-Fahrt an). Kostenpflichtig sind ausschließlich einzelne Attraktionen in den Vierteln, etwa das Guinness Storehouse (ab 22 € online) in den Liberties, die Jameson Distillery (ab 26 €) in Smithfield oder das EPIC-Museum (regulär 22 €, online günstiger) in den Docklands. Die großen Nationalmuseen in Georgian Dublin sind dagegen gratis.

Welches Stadtviertel sollte man in Dublin gesehen haben?+

The Liberties, das älteste und charaktervollste der porträtierten Viertel – mit dem Guinness Storehouse als meistbesuchter Attraktion Irlands, der St. Patrick's Cathedral, Marsh's Library und lebendigen Straßenmärkten an Meath Street und Francis Street. Temple Bar bleibt das bekannteste Ausgehviertel der Stadt und gehört für die meisten ohnehin zum Programm; es ist zentral gelegen, laut und touristisch, dazwischen sitzen aber echte Kulturhäuser wie das Irish Film Institute.

Wie viele Stadtviertel hat Dublin und welche sind für Besucher wichtig?+

Die Liffey teilt Dublin in Nord- und Südseite, verwaltet wird die Stadt in Postbezirken (Dublin 1, 2, 7, 8 usw.). Für Besucher relevant sind vor allem fünf Gegenden, die wir im Porträt vorstellen – The Liberties, Georgian Dublin, Smithfield & Stoneybatter, die Docklands und der Fischerort Howth als Ausflug. Dazu kommen die zentralen Gegenden um Temple Bar und die O'Connell Street, die wir als eigene Sehenswürdigkeiten-Seiten führen. Das alte Klischee Norden gleich Arbeiterstadt, Süden gleich wohlhabend gilt nur noch eingeschränkt, seit Viertel wie Stoneybatter stark aufgewertet wurden.

In welchem Viertel sollte man in Dublin übernachten?+

Das südliche Zentrum rund um Trinity College, Grafton Street und St. Stephen's Green (Postbezirk Dublin 2) ist die zentralste und begehrteste Lage, dafür teuer. Temple Bar ist maximal zentral, aber laut bis tief in die Nacht. Ruhiger und günstiger wohnt man in The Liberties oder in Smithfield & Stoneybatter; die Docklands sind modern, gut angebunden und abends sehr still. Howth eignet sich eher als Tagesausflug denn als Basis.

Lohnt sich Howth als Tagesausflug von Dublin?+

Ja, Howth ist der klassische Tagesausflug der Dubliner – mit der DART ab Connolly, Tara Street oder Pearse Station in rund 25 Minuten erreichbar. Der Cliff Walk über die Klippen der Halbinsel dauert je nach Variante eineinhalb bis drei Stunden, dazu kommen Fischerhafen, Howth Castle und Fischrestaurants am West Pier. Bewährt hat sich, vormittags zu wandern und den Nachmittag Hafen und Restaurants zu überlassen.