Dublins Halbinsel am Meer
Howth liegt auf einer felsigen Halbinsel, die die Dublin Bay nach Norden abschließt, und ist der klassische Tagesausflug der Dubliner: mit der DART eine knappe halbe Stunde, und aus der Großstadt wird ein Fischerort mit Möwengeschrei, Bootsmasten und Heidekraut auf den Klippen. Den Mittelpunkt bildet der Hafen mit seinen beiden langen Molen; an der Westmole verkaufen Fischhändler den Fang des Tages, und mit etwas Glück tauchen Robben zwischen den Booten auf. Vorgelagert liegt die unbewohnte Vogelinsel Ireland’s Eye mit Martello-Turm und Klosterruine, die im Sommer per Boot vom Hafen aus erreichbar ist.
Der Cliff Walk
Howths bekannteste Unternehmung ist die Wanderung über die Klippen. Mehrere farblich markierte Schleifen beginnen an der DART-Station; am beliebtesten ist die Runde über den Ostrand der Halbinsel mit Blick auf den Baily Lighthouse auf seiner Landzunge. Je nach Variante dauert die Wanderung zwischen eineinhalb und drei Stunden, festes Schuhwerk genügt. Im Frühsommer blühen Stechginster und Heide, an klaren Tagen reicht der Blick über die Bucht bis zu den Wicklow Mountains. Wer es gemütlicher mag, geht nur das erste Stück bis zu den Klippen oberhalb des Hafens und kehrt auf demselben Weg zurück.
Burg, Markt und Fischrestaurants
Am Ortsrand liegt das Gelände von Howth Castle, Stammsitz der Familie St. Lawrence seit dem Mittelalter, mit Rhododendron-Gärten und dem kleinen Transport Museum. In der Ruine der St. Mary’s Abbey über dem Hafen liegt Howths mittelalterliche Geschichte offen. Kulinarisch ist der Ort eine sichere Bank: Fish and Chips von Beshoff Bros oder Leo Burdock isst man auf der Mole, gediegener sind die Fischrestaurants entlang des West Pier. Am Wochenende kommt der kleine Howth Market gegenüber der DART-Station dazu. Für den Tagesablauf hat sich bewährt, vormittags zu wandern und den Nachmittag Hafen, Burg und Restaurants zu überlassen.