
Mit der Fähre nach Dublin
Drei Fährrouten erreichen Dublin, zwei frühere Ausweichrouten fahren nicht mehr. Was von Deutschland aus geht, was am Hafen wartet und wann sich die Überfahrt lohnt.
Von dublin.de Redaktion · Reiseredaktion · Stand: September 2026

Verbindungen
Die Fährrouten nach Dublin und Rosslare
Die beiden Routen nach Dublin und die irischen Ausweichhäfen im Süden, je Route mit Reederei und Überfahrtszeit.
Preise pro Person, einfache Fahrt
© OpenStreetMap contributors
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Die Fähre ist der entspannte Weg nach Dublin, wenn du Auto, Wohnmobil oder Hund mitnimmst: Du fährst an Bord, hast Gepäck und Fahrzeug dabei und bist nach der Ankunft sofort in Irland mobil. Für Reisende ohne Fahrzeug ist sie selten die schnellste oder günstigste Wahl. Diese Seite sortiert, welche Routen tatsächlich verkehren, was von Deutschland aus überhaupt geht, und was am Dublin Port auf dich wartet.
Welche Fähren 2026 wirklich nach Dublin fahren
Das Streckennetz nach Dublin ist kleiner, als viele Vergleichsseiten es darstellen. Drei Routen erreichen den Hafen:
- Holyhead (Wales) - Dublin, die Hauptroute, ganzjährig von Irish Ferries und Stena Line bedient, zusammen sieben bis acht Abfahrten je Richtung und Tag. Überfahrt 3 Stunden 15 bis 3 Stunden 30 Minuten.
- Cherbourg (Frankreich) - Dublin, die ganzjährige Direktverbindung von Irish Ferries mit der W.B. Yeats und der Isle of Inisheer. Überfahrt 19 bis 21 Stunden, als Nachtfahrt.
- Douglas (Isle of Man) - Dublin, saisonal von April bis August, 2 Stunden 55 Minuten mit der Manannan. Seit dem 23. Juli 2026 fährt sie nicht: Der Isle of Man Steam Packet hat alle Dublin-Abfahrten vom 23. Juli bis 1. Oktober 2026 gestrichen, weil der Hafen Holyhead wegen einer Infrastrukturstörung Liegeplätze im ganzen Netz der Irischen See knapp hält. Bis zum 19. Juli fuhr die Route normal.
Zwei Verbindungen, die noch häufig auftauchen, gibt es nicht mehr. Pembroke - Dublin und Fishguard - Dublin liefen als Ausweichrouten, während Holyhead nur eingeschränkt arbeitete; sie sind aus dem Verkehr. Wer heute von Südwales nach Irland fährt, landet in Rosslare im Südosten, nicht in Dublin.
Und Liverpool - Dublin ist keine Reiseoption: P&O Ferries hat die Route Ende 2023 eingestellt, Stena Line führt Dublin - Liverpool ausschließlich im Frachtnetz für begleitete Lkw. Wer aus Nordengland kommt, fährt trotz des Umwegs über Holyhead.
Von Deutschland aus: zwei Wege, kein dritter
Eine Direktfähre von einem deutschen Hafen nach Irland gibt es nicht, und auch aus den Niederlanden führt keine Personenfähre nach Dublin. Es bleiben zwei Varianten, und sie unterscheiden sich mehr in den Formalitäten als in der Fahrzeit:
| Weg | Seestrecke | Formalitäten | Passt zu |
|---|---|---|---|
| Über Großbritannien nach Holyhead | 3 Stunden 15 | UK ETA nötig, zwei Grenzdurchgänge | wer die Landstrecke fahren will und viele Abfahrten braucht |
| Über Frankreich ab Cherbourg | 19 bis 21 Stunden | keine britischen Formalitäten | Wohnmobil, längere Tour, wer Großbritannien meiden will |
Der Weg über Wales bedeutet: durch Frankreich, Belgien und die Niederlande nach Calais oder Dünkirchen, mit Tunnel oder Fähre nach England, quer durch England und Wales nach Anglesey. Dafür brauchst du eine UK ETA für 20 GBP, und zwar in beide Richtungen, weil du auf Hin- und Rückweg britisches Gebiet betrittst. Was sonst noch an Ausweisen, Zoll und Haustierregeln gilt, steht in unserem Ratgeber zur Einreise nach Irland.
Der Weg über Frankreich spart die britischen Formalitäten und die Kilometer durch England, kostet aber eine Nacht auf dem Schiff. Plane hier eine Kabine statt eines Ruhesessels ein: Die Überfahrt liegt über Nacht, und Kabinen sind in der Ferienzeit früh vergeben. Wenn Dublin nicht dein erstes Ziel ist, lohnt der Blick auf die südirischen Häfen: Ab Cherbourg, Roscoff und Dünkirchen fahren Fähren nach Rosslare und Cork, von dort sind es rund zwei bis drei Autostunden nach Dublin. Alle Routen mit Reedereien und Fahrzeiten stehen im Überblick auf faehre-irland.de.
Karte
Die Fährwege nach Dublin
- Irish Ferries
- Stena Line
- Steam Packet
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Holyhead - Dublin, die Route im Detail
Auf der Hauptroute fahren zwei Reedereien parallel, und das ist ihr größter Vorteil: Fällt eine Abfahrt aus, liegt die nächste meist zwei bis drei Stunden später.
- Stena Line setzt die Superfähren Stena Adventurer und Stena Estrid ein, vier Abfahrten je Richtung und Tag, planmäßig 3 Stunden 15 Minuten. An Bord gibt es Restaurants, Lounges, Kabinen und einen Duty-free-Shop.
- Irish Ferries fährt mit der Ulysses und der James Joyce, ebenfalls vier Abfahrten je Richtung. Ab Holyhead liegen sie planmäßig um 01:30, 07:30, 13:15 und 19:30, ab Dublin um 01:15, 07:30, 13:45 und 19:45.
Ein Punkt, an dem sich viele Reiseführer und Vergleichsportale irren: die Schnellfähre Dublin Swift. Irish Ferries führt sie auf der Routenseite weiter als Schiff der Strecke und nennt gut zwei Stunden Überfahrt. Im veröffentlichten Fahrplan der Reederei steht hinter jeder Dublin-Swift-Abfahrt beider Richtungen aber „No Sailing"; Reisende werden auf die Ulysses oder die James Joyce umgebucht. Rechne für deine Planung deshalb mit der langen Überfahrt und prüfe das eingesetzte Schiff im Buchungsschritt, statt dich auf die zwei Stunden zu verlassen.
Beim Check-in nennt Irish Ferries für Dublin - Holyhead 30 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt als letzte Frist, für Fahrzeuge wie für Fußpassagiere. Stena Line weist die Schlusszeit je Abfahrt getrennt für Pkw und Fußpassagiere im Fahrplan aus. Plane in der Hauptsaison Puffer ein, die Fristen gelten auch dann, wenn das Schiff später ablegt.
Passpflicht ab dem 28. September 2026
Ab Montag, 28. September 2026 verlangt Stena Line von allen Reisenden, die in Dublin, Holyhead, Fishguard oder Rosslare an Bord gehen, einen gültigen Reisepass beim Check-in. Das gilt unabhängig von Alter und Staatsangehörigkeit, also auch für Babys und für irische Staatsbürger innerhalb der Common Travel Area. Ein Personalausweis, ein Führerschein oder eine Geburtsurkunde werden auf diesen Strecken nicht mehr akzeptiert; eine irische Passport Card schon. Grund sind Anforderungen der britischen Grenzbehörde an die Genauigkeit der Passagierdaten.
Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ändert das praktisch wenig, weil für die Einreise nach Großbritannien ohnehin ein Pass nötig ist. Wichtig ist es für Familien: Jedes Kind braucht sein eigenes Passdokument. Trägt dein Kind einen anderen Nachnamen als du, empfiehlt sich zusätzlich eine Geburts- oder Heiratsurkunde. Für die Routen ab Belfast, Liverpool, Cairnryan und Heysham bleibt es bei den bisherigen Ausweisregeln.
Nächste Abfahrten nach Dublin
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Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindlich sind die Abfahrtszeit der Reederei und deine Buchungsbestätigung.
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Ankunft am Dublin Port und der Weg in die Stadt
Der Fährhafen liegt nordöstlich der Innenstadt an der Liffey-Mündung. Der Hafenbetreiber nennt 2,7 km bis zum Zentrum, die Personenterminals selbst liegen weiter draußen: Stena Line gibt für sein Terminal 6 km an. Entscheidend ist, an welchem Terminal du ankommst, denn die Anbindung unterscheidet sich:
- Terminal 1 (Terminal Road South) nutzen Irish Ferries und der Isle of Man Steam Packet.
- Terminal 2 (Alexandra Road) ist das eigene Terminal von Stena Line, täglich von 05:30 bis 02:30 geöffnet.
Eine Bahnanbindung hat der Fährhafen nicht, und die naheliegende Annahme führt in die Irre: Die Luas-Haltestelle The Point der Red Line liegt gegenüber der Hafeneinfahrt an der East Wall Road, von Stena Lines Terminal aber 3,2 km und rund 40 Minuten Fußweg entfernt. Als Fußpassagier planst du den Transfer also fest ein:
| Verbindung | Ab | Fahrt | Preis je Strecke |
|---|---|---|---|
| Bus 53 (Dublin Bus) | Terminal 1 | bis Talbot Street | Standardtarif von Dublin Bus |
| Transferbus Stena Line | Terminal 2 | 30 bis 35 Minuten | 3 € (Heuston Station 4,50 €) |
| FerryLink-Shuttle | Terminal 1 | zum Zentrum | 4,50 € |
| Taxi | beide Terminals | 15 bis 25 Minuten | Taxameter |
Stand September 2026. Die Buslinie 53 fährt von Terminal 1 über die Connolly Station zur Talbot Street und bedient Terminal 2 nicht. Stena Lines Transferbus fährt zu jeder Abfahrt und hält Richtung Stadt an Connolly Station, George's Quay, Aston Quay und Heuston Station; ab Terminal 2 um 00:10, 05:50, 12:55 und 18:40 Uhr, zurück ab Heuston Station um 00:40, 06:40, 13:35 und 19:20 Uhr. Tickets dafür bekommst du online, im Travel Centre in Holyhead und Dublin oder an Bord. Der FerryLink-Shuttle ist bargeldlos, du zahlst mit Karte beim Fahrer. Wie du danach in der Stadt weiterkommst, steht im Ratgeber zum Nahverkehr in Dublin, die passende Fahrkarte erklärt die Seite zur Leap Card.
Wer mit dem eigenen Auto ankommt, sollte drei Dinge kennen. Die Alexandra Road ist seit Juli 2025 für hafenbezogenen Verkehr gesperrt, die Zufahrt läuft bis Herbst 2026 über die Promenade Road; folge der Ausschilderung am Hafen und nicht blind dem Navi. Der Dublin Tunnel am Hafenrand bringt dich direkt auf M50 und M1, spart also die Fahrt durch die Innenstadt. Und die M50 ist eine schrankenlose Kameramaut: Du zahlst nicht an einer Schranke, sondern selbst bis 20 Uhr des Folgetages, sonst kommt ein Zuschlag auf den Fahrzeughalter zu. Parken am Terminal kostet 9 € je 24 Stunden und 50 € je Woche, Zahlung nur per Karte über App oder QR-Code (Stand September 2026).
Wann sich die Fähre lohnt und wann nicht
Die Tarife der Reedereien sind dynamisch: Ein Ab-Preis ist der günstigste Fall einer Staffel, die mit Nachfrage, Vorlaufzeit und Fahrzeuglänge steigt. Ein fester Betrag wäre hier schon beim Lesen veraltet. Vier Größen entscheiden, was du zahlst: Reisedatum (Juli, August und Feiertage sind am teuersten), Vorlaufzeit (die günstigen Kontingente sind begrenzt), Fahrzeug statt Personenzahl (ein Wohnmobil kostet ein Vielfaches eines Pkw, Fußpassagiere deutlich weniger) und Zusatzleistungen wie Kabine oder Haustierplatz. Was die Überfahrt am Ende kostet, siehst du erst im Buchungsschritt für dein Datum, dein Fahrzeug und deinen Tarif.
Ehrlich gerechnet lohnt die Fähre in drei Fällen:
- Mit eigenem Fahrzeug. Auto, Wohnmobil, Motorrad oder Gespann kommen mit, und in Irland brauchst du keinen Mietwagen. Größere Fahrzeuge werden nach Länge berechnet.
- Mit Hund oder Katze. Das Tier reist mit, statt im Frachtraum eines Flugzeugs. Beachte die irische Sonderregel: Für Hunde ist eine tierärztliche Bandwurmbehandlung zwischen 24 und 120 Stunden vor der Ankunft Pflicht, auch bei Anreise aus einem anderen EU-Land. Details stehen im Einreise-Ratgeber.
- Mit viel Gepäck. Keine Kilolimits, keine Handgepäckdiskussion, Fahrräder und Sportgeräte gegen kleinen Aufpreis.
Reist du dagegen allein oder als Paar ohne Auto, ist der Flug fast immer schneller und meist günstiger, selbst wenn du einen Mietwagen dazurechnest. Die Landstrecke bis Holyhead oder Cherbourg zählt bei der Fähre voll mit, und die Überfahrt ist nur ein Teil der Reisezeit. Was die Alternativen können, steht in unseren Ratgebern zu Flügen nach Dublin, zum Flughafen Dublin und zum Mietwagen in Irland.



